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Finanzierung

Die Pflegekasse übernimmt Leistungen für die pflegebedingten Kosten der Tagespflege gem. § 41 SGB XI. Dies umfasst den Pflegesatz, die Umlagen zur Altenpflegeausbildung und ggf. die Kosten für den Hol- und Bringdienst (Fahrdienst) bis zum jeweiligen monatlichen Höchstbestrag je Pflegegrad.

Leistung der Pflegekasse (anspruchsberechtigt sind die PG 2-5)

PG 2 689,00 €
PG 3 1298,00 €
PG 4 1612,00 €
PG 5 1995,00 €

    

 

Umlage zur Ausbildung Altenpflege NRW

Umlage zur generalistischen Pflegeausbildung

Unterkunft (Eigenanteil, Verpflegung (Eigenantel):

Die kosten für Unterkunft und Verpflegung sind vom Tagespflegegast selbst zu zahlen. Leistungen der Pflegekasse gem. § 45 b SGB XI der Entlastungsbetrag von 125 € / Monat können zur Refinanzierung genutzt werden.

Zusätzliche Betreuungsangebote gem. § 43b SGB XI (finanziert direkt durch die Pflegekasse):

Die Pflegekasse finanziert aus einem gesonderten Budget zusätzliches Personal für die Betreuungsangebote gem. § 43 b SGB XI. Es fallen keine Kosten für den Tagespflegegast an. 

Investitionskosten (Förderung durch die Kommune):

Die Investitionskosten werden in NRW durch eine Förderung durch die Komunen übernommen, sofern die Einrichtung die Qualitätsvorgaben erfüllt.

Hol- und Bringdienst  (Fahrdienst) 

Eigenanteil, ggf. bis zur monatlichen Höchstgrenze im Rahmen der Pflegekosten durch die Pflegekasse.

Zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten

1. Verhinderungshilfe

Wenn die private Pflegeperson Urlaub macht, krank ist oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist, übernimmt die Pflegeversicherung in Form der Verhinderungspflege die Kosten für Ersatzpflege. Voraussetzung für diese Leistung ist, dass diese Pflegeperson den Pflegebedürftigen bereits sechs Monate in der häuslichen Umgebung gepflegt hat.

Die Kosten für die Ersatzpflege werden für maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr übernommen. Für Verhinderungspflege stehen in den Pflegegraden 2 bis 5 im Jahr 1612 EUR zur Verfügung, wenn die Pflege

  • von einer erwerbsmäßig tätigen Person übernommen wird,
  • von einem ambulanten Pflegedienst übernommen wird oder
  • von einer Person übernommen wird, die mit dem Pflegebedürftigen nicht bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert ist.

Für die Verhinderungspflege können zusätzlich auch bis zu 50 % des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (bis 806 EUR für Pflegegrad 2 bis 5) verwendet werden. 

Im Pflegegrad 1 sind keine monatlichen Leistungen für Verhinderungspflege vorgesehen. Pflegebedürftige haben lediglich die Möglichkeit, den Entlastungsbetrag in Höhe der montalich 125 EUR für die Kosten der Verhinderungspflege einzusetzen. 

Während der Verhinderungspflege wird bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt. 

2. Sozialamt

Ob das Sozialamt die Kosten, die nach Abzug der Leistungen durch die Pflegekasse selbst bezahlt werden müssen, übernimmt, hängt von mehreren Kriterien ab. Wer die Kosten nicht selbst bezahlen kann, sollte sich mit dem örtlichen Sozialamt in Verbindung setzen und klären, in welcher Höhe eine Bezuschussung möglich ist.